Es gibt diesen einen Fehler, über den ich lange nicht offen gesprochen habe, weil er mir peinlich war, dabei war er genau der Moment, aus dem heute schlussendlich mein Einfach Leicht Programm entstanden ist. Heute weiß ich, dass Abnehmen ohne Kalorien zählen nicht nur möglich ist, sondern der einzige Weg, der bei mir wirklich gehalten hat.
Was ich damals nicht wusste und heute jeder Frau sage, die bei mir anfängt: Kalorie ist nicht gleich Kalorie, und Abnehmen ohne Kalorien zählen gelingt erst, wenn du weißt, was dein eigener Körper wirklich braucht.
Kalorien zählen, Fett und Eiweiß verbannt
Mit 14 Jahren begann ich, jede Kalorie auf meinem Teller zu zählen. Ich war echt noch jung, und wie fast jede Frau, die ich heute begleite, war auch ich damals schon überzeugt: Abnehmen geht nur im Kaloriendefizit. Also habe ich gezählt und gerechnet, bis ich schon beim Anblick des Tellers wusste, wie viel Kalorien da drauf sind.
Fett habe ich fast komplett aus meinem Ernährungsplan verbannt, Eiweiß und Fleisch gleich mit, ohne groß nachzudenken, denn über alternative Eiweißquellen wusste ich damals noch viel zu wenig, und es interessierte mich auch nicht wirklich, ich wollte ja nur abnehmen. Ich habe gemacht, was damals in jeder Zeitschrift stand, es gab ja noch kein Internet. Unglaublich, wenn ich heute daran denke, wie wir damals ohne überlebten und trotz all dem Wissen im Netz heute noch immer dieselben Fehler machen.
Wie nah stand ich damals wirklich am Abgrund?
Das Ergebnis: Ich habe abgenommen. Aber mein Körper war unterversorgt, bekam nicht, was er wirklich brauchte, und ich war nur dann wirklich zufrieden mit mir, wenn ich mit knurrendem Magen ins Bett gegangen bin. Das war mir damals nicht bewusst, aber im Rückblick war es mehr als das übliche Diät-Elend, es hat mich knapp an eine Magersucht gebracht. Es war dieses ständige Gefühl von verzichten, dieses leise Erschrecken, wenn ich einmal etwas mehr gegessen hatte und sofort dachte, Hilfe, der Bauch ist schon wieder dick und zack wurde wieder weniger gegessen. Meine Mutter hat sich schon Sorgen gemacht. Was mich damals gerettet hat, war eher Zufall als Einsicht, ein Ortswechsel mit Schulwechsel hat mir geholfen, den Fokus zu ändern. Aber das Essverhalten, dieses Kalorienzählen im Kopf, ist für Jahrzehnte geblieben.
Das Kuchenblech, das alles zeigte
Wie unterversorgt und in welchem Ungleichgewicht mein Körper schon wirklich war, hat sich öfters vor einem frisch gebackenen Kuchenblech meiner Mutter gezeigt. Da überkam mich plötzlich dieser Süßgusto, diese unbändige Lust auf Süßes, die man nicht mehr steuern kann, und habe Stück für Stück gegessen, bis fast das ganze Blech weg war. Nur ein einziges Stück ist übrig geblieben, weil meine Mutter es rechtzeitig für meinen Vater weggenommen hat. Das war kein Mangel an Willenskraft und das Süße war normalerweise überhaupt nicht mein Ding.
Das war mein Körper, der geschrien hat, dass ihm etwas Wichtiges fehlt. Rückblickend weiß ich heute, dass der Körper bei Mangel und Ungleichgewicht nach Süßem schreit, weil Süß für Harmonie und Ausgleich steht. Kein Wunder also, dass er sich genau das geholt hat, um mir zu zeigen, so nicht.

Der Game Changer nach meinen Kindern
Der Wendepunkt kam viel später, erst nach meinen Kindern. Da war diese große Angst, die vermutlich viele Frauen kennen, die mir immer eingeredet wurde: Spätestens nach den Kindern bleibst du dick wie alle in der Familie, ist halt Veranlagung.
Die eigentliche Veränderung kam durch meinen Sohn, bzw. durch eine Freundin, die gerade ihre Ausbildung zur TCM-Ernährungsberatung gemacht hat. Sie hat uns damals mitgenommen auf eine Ernährungsumstellung, die anders war als alles, was ich vorher kannte. Bei meinem Sohn wurde das ganze Schleimthema, die Atmung wie die Infekte viel besser und bei mir nebenbei die Verdauung und die Kilos. Sie hat dann auch meinen Ernährungstyp bestimmt, mit der ganzen Konstitution dahinter, mit dem, was mein Körper wirklich braucht und was nicht. Plötzlich war es, als würde sich etwas lösen, das jahrzehntelang festgesteckt hatte.
Kein Stress mehr mit dem Essen
Die letzten Kilos, die noch von meinen zwei Geburten übrig waren, waren auf einmal weg, einfach so, sogar mit meiner Veranlagung, die eigentlich dagegen sprach. Frühstück und warmes Essen taten mir so gut, dass ich mich gefragt habe, warum mir das niemand früher gesagt hat. Ich musste nicht mehr überlegen, was ich esse, sondern nur noch spüren, was mein Körper braucht, wie er es mag, wie viel, und genau in diesem Moment ist der Stress verschwunden. Das war mein eigentliches Aha-Erlebnis, nicht die Kilos, sondern dass plötzlich kein Stress mehr da war mit dem Essen.
Warum ist Kalorie nicht gleich Kalorie?
Kalorie ist nicht gleich Kalorie, weil jeder Körper anders auf Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate reagiert, je nachdem, welcher Ernährungstyp du bist und was der Körper gerade wirklich braucht.
Heute weiß ich: Mein größter Fehler war nie das Fett, das ich gestrichen habe aufgrund der vielen Kalorien, oder das tierische Eiweiß, das ich mir verboten habe. Mein größter Fehler war, dass ich meinen eigenen Körper und meinen Ernährungstyp nicht kannte. Kalorie ist eben nicht gleich Kalorie. Ich bin eher ein Eiweißtyp, komme mit nur kohlenhydrathaltigem Essen daher nicht klar. Hätte ich das damals gewusst, wäre mir dieser ganze Umweg über Verzicht, Kontrolle und Angst erspart geblieben.
Was hat sich seit dem verändert?
| Vorher | Nachher |
| Kalorien zählen bei jedem Teller | Essen nach Gefühl |
| Schlechtes Gewissen nach jeder Mahlzeit | Genießen ohne Verzicht |
| Kilos, die trotz Kontrolle und Verzicht blieben | Kilos, die gehen und bleiben |
Ich gehe mit meinem Körper in Verbindung, spüre, was er wirklich braucht und wie viel, und höre auf zu essen, wenn ich satt bin, nicht wenn der Teller leer ist.
Genau das erlebe ich bei meinen Kundinnen
Sie kommen zu mir mit genau diesem Stress im Gepäck. Am Anfang ist es oft etwas ungewohnt, gerade weil es bei mir keinen exakten Ernährungsplan gibt, an den sie sich stur halten können. Sie sind es gewohnt, sich an etwas ganz Genaues zu halten, an Zahlen, an Regeln die jemand anderer festgelegt hat. Ich begleite sie, bis sie immer mehr anfangen sich selbst zu spüren bis es klick macht. Aber wenn es dann klick macht, wenn sie merken, dass ihr Körper ihnen vertrauen kann, öffnet sich so viel mehr Raum, so viel mehr Entspannung, so viel mehr Gelassenheit, und das wirkt bis in die Arbeit hinein, bis die Kolleginnen es merken, weil auf einmal Ruhe da ist, egal ob es um einen Stau auf der Autobahn geht oder um Familienthemen die sie vorher über Tage gestresst haben. Die Kilos gehen dann übrigens auch, oft nebenbei und wenn sie gehen, bleiben sie, weil sich so viel anderes im Leben mit löst.
Was bedeutet das für dich?

Wenn du dich gerade in diesem Verzichts-Modus wiedererkennst, vielleicht nur glücklich mit knurrendem Magen ins Bett gehst oder mit schlechtem Gewissen, dann sage ich dir, was ich mir selbst damals gewünscht hätte zu wissen: Hör auf zu verzichten. Schau, was dein Körper wirklich braucht. Der erste Schritt dahin ist, zu verstehen, wer du bist, denn jeder is(s)t anders, und dein Weg zu deinem Wohlfühlgewicht sieht garantiert anders aus als meiner oder der deiner Freundin.
Weil dein Körper nicht nach Zahlen fragt, sondern danach, was er wirklich braucht. Sobald ich aufgehört habe zu zählen und angefangen habe zu spüren, sind die Kilos von allein gegangen und geblieben.
Es bedeutet, dass zwei Menschen bei derselben Kalorienzahl völlig unterschiedlich reagieren, je nachdem, welcher Ernährungstyp sie sind und in welcher Lebensphase sie sich gerade befinden. Ich bin zum Beispiel Eiweißtyp und komme mit viel Kohlenhydraten einfach nicht klar.
Das geht am besten mit einer TCM-Ernährungsberatung, die deine ganze Konstitution anschaut, nicht nur, was gerade im Trend ist. Genau das mache ich mit meinen Kundinnen im Einfach Leicht Programm.
Bei mir hat es mich als 14-Jährige nah an den Rand gebracht. Ständiges Zählen und Verzicht können in eine gefährliche Spirale führen, gerade bei jungen Menschen.
Das ist bei jeder Frau anders, bei mir hat es Jahrzehnte gedauert, bis ich meinen Ernährungstyp und somit mich kannte. Bei meinen Kundinnen sehe ich oft, dass es klick macht, sobald sie anfangen, sich selbst wieder zu spüren.
Falls du magst, schauen wir uns das gerne gemeinsam in einem kostenfreien Analysegespräch an, wie dein Weg zu deinem Wohlfühlgewicht aussehen könnte, denn jeder is(s)t anders.
Bald mehr dazu, warum ich dir raten würde, sofort mit dem Kalorienzählen aufzuhören, das hebe ich mir für einen der nächsten Blogs auf.
Nicht vergessen: Wie darf es einfach leicht gehen?

Liebe Manuela, ich habe deinen Artikel über einen Link bei https://judithpeters.de gefunden. Vielen Dank für diese persönliche und inspirierende Geschichte. Besonders gefallen hat mir: Wie darf es einfach leicht gehen? 😊 Ich werde mich hier mal weiter umschauen. Vielen Dank und herzliche Grüße , Sona
Liebe Sona, danke dir freut mich und ja, mein Motto ist, wie darf es einfach leicht gehen und es gibt immer Wege wie das möglich ist. Alles Liebe 🧡